Konrad Zuse entwarf 1934 das Konzept eines programmgesteuerten Rechengerätes.
Zuse baute 1936-1938 die Z1 in der elterlichen Wohnung. In den Jahren
1940-1941 konstruierte er den Relaisrechner Z3, der 1941 bei der
Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Betrieb genommen wurde.
Die Z3 war der erste voll funktionsfähige programmgesteuerte
elektromechanische Digitalrechner, sie arbeitete mit Dualzahlen. Das
Rechenwerk wurde von 600 Relais gebildet, 2000 Relais standen für das
Speicherwerk zur Verfügung. 64 Zahlen mit 22 Dualstellen konnten
gespeichert werden. Die Maschine beherrschte neben den vier
Grundrechenarten noch andere Rechenarten, z. Bsp. das
Wurzelziehen. Eine Multiplikation dauerte 4-5 Sekunden. Die Z3 konnte
schon 15-20 Rechenoperationen in einer Sekunde durchführen. Fest
eingebaute Arbeitsabläufe waren auf Tastendruck abrufbar. Für größere
Rechenoperationen wurde das Programm auf gelochten Normalfilm
gestanzt.